d AT
, VW a
——————
——
25
der Ritter noch mehr erfreut und ſprach: liebſte Frau, ich danke euch für euer Erbieten und bitte euch freundlich, ſo es euch beliebt, ihr wollet ihr dieſen Ring, der wenig Werth hat, von mir übergeben, und ſo ſie ihn von mir wird annehmen, werde ich es für eine ſonderliche Gnade achten, denn ich beſorge, der vorige Ring ſei nicht ſo, wie ſich für ſie gebührt; auch wollet mich ihr aufs Freundlichſte empfehlen. Die Amme ſprach: dieweil ich alſo euer edles Herz erkannt habe, will ich ihn überreichen von euretwegen und will euch ihr empfehlen, auch Fleiß anwenden, daß ihr mit ihr zu reden kommt. Der Ritter dankte der Amme für ihr Anerbieten.
Achtes Kapitel. Wie die Amme wieder zu der ſchönen Magelone kam.
Alſo nahm die Amme von dem Ritter Abſchied, und ging aus der Kirche; ſie nahm den nächſten Weg zum Gemach der ſchönen Magelone, welche vor großer Liebe zu dem Ritter ſehr krank war und zu Bette lag, weil ſte an keinem Ende Ruhe haben mochte. Sobald ſte aber die Amme erblickte, ſtand ſie auf und rief ihr zu: meine allerliebſte Amme, ſei mir willkommen! wehe
mir, bringſt du mir nicht gute neue Zeitung von dem,.
den ich alſo ſehr liebe? fürwahr, liebe Amme, gibſt du mir nicht einen treuen Rath, damit ich ihn ſehe und mit ihm rede, ſo muß ich ſterben.
Als die Amme ſolches hörte, ſprach fe zu ihr: meine allerliebſte Tochter, ich will euch einen Rath geben, davon ihr ſollt fröhlich werden; und ſo Gott

