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rechten Arm frei zu erhalten, krümmt das Kind die Brustwirbelsäule beim Schreiben, Zeichnen und Sticken nach rechts, indem es den rechten Arm vom Körper entfernt und den linken Ellbogen an den Rumps anschließt. Wenn es vollends unten an dem Schreibheft oder an der Schreibtafel angekommen ist, kann es im rechten Arm keine Stütze mehr finden, indem dieser nach hinten über den Tisch hinausragt und weit vom Körper absteht. In dieser Position sind die Kinder gezwungen, sich unter Einwirkung der Schwerkraft des Kopfes und der Schultern auf den linken Arm zu stützen und nach dem Gesetz der Schwere wird in dieser Stellung der Rückgrat nicht nur gebogen, sondern auch um seine Achse gedreht.
So entsteht der schiefe Rücken nach rein physikalischem Gesetze. Es ist dieß die habituelle 8colio8i8 oder die gewöhnliche Seitwärtskrümmung des Rückgrats, beim schiefen Sitzen entstanden. Sie ist die häufigste und vorherrschendste aller Verkrümmungen.
Der Kopf ruht hier nicht mehr auf einer geraden Säule, sondern wirkt mit seiner Schwerkraft auf ein gebogenes Rohr. So wenig auch nur der Kops auf die linke Seite nach vorn hängt, so genügt diese Vor- und Seitwärtsbeugung doch, denselben aus dem gewöhnlichen Schwerpunkt zu bringen. Nur durch einseitige (rechtseitige) vermehrte Muskelthätigkeit kann das Gleichgewicht wieder hergestellt werden. Wir wissen aber aus Erfahrung, daß diese bald erlahmt und daß die Kraft bei vorgeschrittenem Leiden nicht mehr ausreicht, den Körper vor weiterem Schieswuchs zu schützen.
Wenn wir hierin, in der Verrückung des Schwerpunkts des Kopfes und des obern Brnsttheiles der Wirbelsäule bei schiefer Schreibsteüung in der Schule eine alleinige, zureichende und nächste Ursache der Rückgratsverkrümmung gefunden haben, müssen wir doch nach weiteren Einflüssen

