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In Behandlung sind gegenwärtig von Hüftausrenkuugen 4 Fälle, ein 14 und ein 16 Jahre alter Knabe, ein 3 Jahre altes Mädchen und ein 6 Wochen altes Kind, letzteres mit an­geborener Ausrenkung. Bei allen 4 Fällen ist die Reduc- tion gelungen und die zwei ersten Fälle machen täglich ihre Gehversuche und ihre gymnastischen Uebnngen, während letzterer noch in Extention und in dem Hüstgurte liegen muß.

Mehrere Fälle der freiwilligen Hüftausrenkung, welche im 11. Stadium, im Stadium der Verlängerung der Ex­tremität sich befanden, wurden außerhalb der Anstalt be­handelt und nahmen einen günstigen Verlauf.

Kontrakturen des Hüftgelenkes.

Ungleich schwieriger, als die Contractnren im Knie- und Ellbogengelenk sind diejenigen des Hüftgelenkes. Während der Oberschenkel einen längern Hebelarm darbietet, so ist das Becken sehr schwer zu sixircn und bietet einen kurzen Hebel dar. Es ist daher hier noch mehr als bei Kniecon- tracturcn die Tenotomie angezeigt, da schon die oberfläch­lichen Muskeln, namentlich der Spanner der Schenkel­binde, der ni. sartorius, pectineus, und die Addnctoren entweder in aktiver Zusammenziehung oder in wirklicher Verkürzung sich befinden; allein man muß sich auch über die Erfolglosigkeit dieses chirurgischen Verfahrens nicht wundern, wenn die Mittel, deren man sich zur Streckung des Oberschenkels bediente, zu wenig wirkten, um einen günstigen Erfolg herbciznführen, oder mit zu vielem Druck und Beleidigung der Theile verbunden waren, als daß sie hätten längere Zeit ertragen werden können. Kann die Extcntion und Geraderichtung unter Chloroformnar­kose mit Nachhülfe des lenotoms gemacht werden, so ist

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