iſt fie doch unſchuldig. Seine Mutter aber ſchrie mit lauter Stimme und ſprach: Was zaudert ihr ſo lange?
laſſet doch die Ungetreue in's Feuer werfen, denn ſie hat li inn es längſt wohl verdient. Der Kaiſer entgegnete: Ihr 1. habt Unrecht, Mutter, den Schwur, ſo ich meiner Ge⸗ z ſiſa mahlin gegeben, muß ich halten; darum werde fie nicht 2 z verbrannt.“ So wurde die Kaiſerin durch den Eid ihres nn j Gemahls gerettet.„Stehet auf,“ ſprach er zu ihr,„Euer ü init
Leben ſoll keinen Schaden empfahen; ich habe mich über n ih Euch erbarmt, aber begebt Euch alsbald aus meinem Land; unn mit Euren Kindern, und wo ihr Euch darin wieder fin⸗. den laſſet, ſo werde ich Euch dem Feuer übergeben.“ ip ſe Da antwortete die Kaiſerin und ſprach:„Herr, weil es Anni n denn alſo ſein muß, ſo bitte ich Euch, ihr wollet mir git einen frommen Mann zuordnen, damit ich auf dem Wege
nicht verunehret werde; aber wahrlich, mein Herr und* r Kaiſer, durch welchen Verrath mir auch dieſe Schmach ä. ni zugerichtet worden, ſo weiß ich doch, daß durch mich*.| weder Eure noch meine Ehre befleckt worden iſt.“ Aber 1 da half keine Verantwortung, denn der Kaiſer wollte Til, Fein Wort mehr von ihr hören. Als die Kaiſerin ſah,. daß es nicht mehr anders ſein mochte, ſo nahm ſie Ab⸗. ls schied von allen Herren und Frauen, auch von Reich 4
und Arm, und von allem Volk, das zugegen war. Der Kaiſer drehte ſich um und konnte vor Weinen kein Wort ö. mehr reden, alſo betrübt war ſein Herz. Ueber dem ihn Schmerz des Abſchieds fiel die Kaiſerin in Ohnmacht num
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zur Erde nieder; aber ihre Frauen huben ſie wieder auf 9 tit und tröſteten ſie. Als ſie wieder zu ſich kam, nahm ſie ihre. j Kindlein in die Arme, um ihre Wanderung anzutreten. i
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