auf dem Rücken. Seine Augen ſtanden einer Hand breit von einander, er hatte krumme Schenkel, eine breite Naſe und einen dicken Kopf: kurz, er war überaus häßlich anzuſehen. In ſeiner Hand trug er ein Seil mit ſchar­fen Knöpfen, damit ſchlug er ſein Pferd auf die Rippe. Als ihn etliche Chriſten anſichtig wurden, machten ſie ſich herzu, denn fie hielten ihn für ein Meerwunder. Dieſer ungeſtalte Bote ritt durch die Heerhaufen der Chriſten, und rief mit heller Stimme:Wo iſt Dagobert, König von Frankreich, welcher die Ehre und den Ruhm der Stadt Paris inne hat? ich bringe ihm Botſchaft von des Königs Tochter von Babylon, und habe mit ihm zu reden. Man führte den ungeſtalten Boten vor den König, um zu hören, was ſein Anliegen wäre. Als er vor den König kam, kniete er nieder und ſprach:Merket auf, Herr König in Frankreich meine gnädigſte Herrin Marcebylla, Königin von Babylon, entbeut Euch, ſie ſei gekommen, Euch und die Eurigen zu verderben; darum hat ſie das Land ſchon großentheils verwüſtet und vor den Thoren von Paris ihr Lager aufgeſchlagen. Sie läßt Euch fragen, ob Ihr Euch getrauet, die Stadt Paris zu ſchützen, oder aber, ob Ihr ſie, auch Euch, und Alles, was Ihr habt, in ihre Hand übergeben wollet. Unter 300 ſchönen Jungfrauen iſt meine Herrin die allerſchönſte und kann nichts auf Erden an Schönheit ihr gleich­kommen. Sie bittet Euch, daß Ihr und die Eurigen in ihrem Lager ſie nicht antaſten, ſondern frei laſſen möget, denn in dieſer Zuverſicht hat fie das Lager fo nahe vor der Stadt aufgeſchlagen. Weiter entbeut ſie Euch, daß morgen zu rechter Tageszeit ihr Allerliebſter in einem Küras mit Schild und Speer vor der Stadt erſcheinen wird,