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Söhnen wieder nach Rom reifen möge. Ihr habt recht, ſprach Dagobert, aber wenn es euch gefällig wäre, wollte ich den Florens bei mir behalten, denn ich will ihm eine ſchöne Landſchaft in Frankreich zutheilen, und ihm auf alle Weiſe meine Hülfe erzeigen, fo viel ich kann. Der Kaiſer ſchlug dem König ſeine Bitte nicht ab. Aber mit der Reiſe ſtand es noch lange, wohl zehn Tage an, denn die Herren wollten ſich noch recht luſtig machen. Erſt am eilften Tage ritt Oktavianus mit ſeiner Gattin und ſeinem Sohn Lion aus der Stadt Paris den Weg gen Rom zu. König Dagobert und Florens gaben ihnen das Geleite. Als es aber an ein Scheiden ging, und der Kaiſer dem König ein Lebewohl ſagte, hub der­ſelbe an zu weinen, und ſprach zu ſeinem Sohn Florens: nun ſegne dich Gott, mein lieber Sohn; halte dich red­lich mit dem König und ſei ihm willig und gehorſam,

denn er hält dich in großen Ehren. Florens erwiederte: 8

es ſoll alſo geſchehen. Nun ſchied der Kaiſer Oktavianus mit ſeiner Ritterſchaft von dannen, und ritt ſo lange, bis er gen Rom in die Stadt kam. Auch gedachten die Römer noch ihres Kaiſers, denn gar köſtlich zogen ſie ihm entgegen, und empfingen ihn gar lieblich. Sobald der Kaiſer in der Stadt war, ſetzte er der Kaiſerin eine köſtliche Krone auf das Haupt, und dadurch vergaß die fromme Kaiſerin alles vorigen Leids,s und wurde wie­der erfreuet.

Als der Kaiſer gen Rom kam, fragte er alsbald, wo ſeine Mutter ſei, die zwiſchen ihm und ſeiner Ge­mahlin eine ſolche Verrätherei zugerichtet habe? Das hofgeſinde ſprach: eure Mutter iſt vor langer Zeit ge­ſtorben, aber ſehr unchriſtlich, denn vor ihrem Ende iſt

Okt avianus. 9