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d. Die Farben; aus der Malerei. Nicht weniger Humor, vermiſcht mit tiefem Ernſte, verräth das folgende Gedicht.

Nicht weiß, nicht roth, nicht blau, nicht gelb, nicht grün, ſondern grau iſt die Lieblingsfarbe des Dichters; denn grau iſt das Alter, grau der bewährte, erfahrene Mann!

Weiß iſt die Unſchuld, weiß der Schnee, Weiß die Lilie; doch weiß thut den Augen weh! Roth iſt die Liebe, roth die Wangen, roth die Roſen, Roth der Purpur, roth die Scham; doch läßt ſich nicht koſen Mit der Farbe der Wunden! Blau iſt die Demuth, Blau die Erinnerung, blau das Verlangen, blau der Himmel ſſich färben thut. Doch Demuth verbirgt; oft werden Erinnerung und Verlangen betrogen. Eitel Schein iſt des Himmels Blau; d'rum bin ich dem Blauen nicht gewogen; Und nicht dem Gelben, dem Grünen, dem Schwarzen; wohl aber dem Grauen! Lacht nicht! Grau iſt das Alter, grau wir bewährte Ehre ſchauen. Kommt zur Farbe der Glanz, dann ewig bleibt der Ruhm, D'rum gefällt mir vor allem ſilbergrau ein ſilbernes Prämium!

e. Arbeit, der Weg zur Wiſſenſchaft. Zum Talente muß ſich auch Fleiß geſellen, denn:

Biſt Du auch im beſten Zeichen geboren, Scheinſt auch zur Weisheit auserkoren,