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war der Zeitraum der Reaction, der erwachenden oder wieder geweckten Naturthätigkeit. In mehreren Fallen wurde ein den Masern oder dem Nesselausschlage ähnliches Eran- them wahrgenommen.

Wenn der Anfall nicht sehr heftig war, oder wenn es gelang, dem Fortschreiten desselben gleich Anfangs Ein­halt zu thun, so erfolgte auf diese Zeichen der Reaction un­mittelbar die Reconvalescenz, und der Arzt war oft freudig überrascht, wenn ihn ein Patient, der erst kurz vorher das Bild eines dem Tode Geweihten dargebo­ten hatte, schon nach wenigen Stunden freundlich lächelnd be­grüßt hat. '

Allgemeine Schwäche, Neigung zur Diarrhö , oder auch hartnäckige Stuhlverhaltung, so wie mancherlei Verdauungs- beschwerden, pflegten auch nach den leichtesten Anfällen zurück­zubleiben.

Nicht immer ging jedoch dieser Zeitraum unter allmälk- ger Abnahme der Cholera-Symptome vor sich. Oft waren die Erscheinungen desselben gewaltsam und tumultuarisch, oder die Reactivnsthätigkeit ungenügend und ungleichförmig. Im ersten Falle hatte man es mit einem aktiven Congestiv - Zu- stände zu thun, im zweiten aber entstand ein typhusähnliches Leiden. ~

So wie die Cholera selbst in dieser Epidemie viel in­tensiver und; rapider war als in den Jahren 1831 und 1836 , eben so war auch das sogenannte Cholera« Typhoid bei wei­tem hartnäckiger, und, wie vom Hrn. Dr. Flesch bemerkt wurde, in seinem Verlaufe um vieles schneller als in den frü­heren Cholcraepidemien.

Die Kranken lagen im schlafsüchtigen Zustande, aus dem sie Anfangs leicht, in der Folge aber schwer zu erwecken wa­ren. Das Gesicht war meistens sehr geröthet, die Bindehaut der Augen stark injicirt, zuweilen pannnsartig geröthet, ge­wöhnlich nur halb geschlossen, die Zunge trocken und glänzend roth, oder mit brauner Kruste überzogen; der Puls beschleu­nigt und der Athem schwer. Es erfolgten unwillkührli-