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commissiou verfaßt und herausgegeben wurden, haben bei der Mehrheit der Bevölkerung Eingang gefunden und heilsame Folgen hervorgebracht. Wo aber Sorglosigkeit, Leichtsinn und Unverstand vorherrschten, da war jede derartige Bemühung fruchtlos. Auch gibt cs Verhältnisse und Dienstespflichten, bei denen man sich der Einwirkung äußerer Schädlichkeiten nicht entziehen kann, und bei Manchen hatte die Cholera-Angst so tiefe Wurzel gefaßt, daß sie zur firen Idee wurde, und un­überwindlich schien.

Alle vorgekommcnen Cholerafälle konnten auf Eine der hier angegebenen Ursachen zurückgeführt werden, nehmlich ent­weder auf fehlerhaftes Verhalten aus eigener Schuld, oder aus übermäßiger Anstrengung, Verkühluna u. dgl im Bereiche der Dienst- und Amtspflicht, oder auf übertriebene Krank- heits- und Todesfurcht. Im ersten Falle wurde die ärztliche Hülfslcistung meistens zu spät in Anspruch genommen, und die Kranken unterlagen, weil sie zu sorglos waren; im letzt­genannten Falle wurden die Mittel aus allen Welttheilen herbeigeholt, und die Kranken unterlagen, weil sie zu äugst- lich waren. So hatte das Zuviel und das Zuwenig sowohl in der Prophylaxis als auch in der Behandlung der Cholera gleich üble Folgen, und die Wahrheit lag, wie gewöhnlich, in der Milte.

Je schärfer die individuellen Verhältnisse und die Krank- heitserscheinungen von dem rationellen Arzte aufgefaßt wur­den, desto eher gelang es, den Ausbruch der Krankheit, bei schon vorhandenen Symptomen derselben zu verhüten, sie zu coupiren, oder, wenn sie zur Entwicklung gelangt war, den Kranken möglicher Weise noch zu retten.

Zu den gewöhnlichsten Vorbothen der Cholera gehörte die oben beschriebene Diarrhö. Bei der Behandlung dersel­ben wurde zwar das allgemeine Befinden des Kranken, ein etwa vorhandenes Fieber, der Zustand des Darmkanals und der übrigen Unterleibsorgane berücksichtiget; zumeist aber spielte das Opium dabei die Hauptrolle. Es wurde als I* ul vis Doweri, oder als einfache oder zusammengesetzte Tinctur in einem Salep - Decocte oder Brechwurzelaufguße gereicht. Wo