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Georg Siers, war beim Theater seit längerer Zeit als Casse - Controller angestellt und hatte durch seine unbeugsame Rechtlichkeit, durch seine treue Anhänglich­keit an mich und die Interessen meines Geschäftes schon längst den Haß des Herrn Forst, dem nur seine dienstwilligen Creaturen genehm waren, auf sich gezo­gen. Den Untergang dieses armen Menschen nun hatte er schon früher geschworen und mein Rücktritt von der Direktion ließ ihm endlich auch hierin freie Hand. Ein singirter Einbruch in die an die Wohnung Forst's stoßende Theaterkanzlei wurde durch diesen selbst bewerk­stelligt, und der arme, ehrliche, als treu erprobte Die­ner fiel in die Hände der von Forst gleichsam gepach­teten Justizgewalt, die ihn auch sogleich in den schmu­tzigsten Kerker mitten unter Diebe und Straßenräuber warf. Die Frau dieses unschuldigen Mannes, gegen den auch nicht die entferntesten Inzichten Vorlagen, lag in den Wochen, der Friede dieser harmlosen Fa­milie wurde auf empörende Weise gestört, und was war auch weiter gelegen an diesem armen Mann, der nichts für sich hatte als seine Unschuld und seine ehr­liche Armuth? Nur meine und einiger wackerer Männer Verwendung rettete den Unglücklichen vor thatsächlicher Mißhandlung mit Stockstreichen, nachdem die Behand­lung, welche die vor das Gericht geschleppte Wöchnerin erdulden mußte, bereits den Verlust der Milch und bald darauf den Tod deS Säuglings zur Folge gehabt hatte. Ich müßte viele Bogen vollschreiben, wollte ich alle Niederträchtigkeiten, Aktenunterschlagungen, fal-