er mein Herz erwärmt und mich segnet. Der Tod ist nun nichts für mich; wie sehne ich mich nach meiner Auf­lösung, nur bei meinem theuern Jesu zu sein! und wie lieb habe ich euch Alle, meine lieben Brüder, weil ihr ihn liebet! Im Himmel werden wir nicht grausam gegeneinan­der sein, sondern wie unser lieber Heiland, und ihn in aller Herrlichkeit sehen." So lobte sie Gott, und trium- phirte in der versöhnenden Liebe Christi.

(Thomas kommt herein, und der Pächter sagt zu ihm:)

Nun, hast du auch genug zu essen bekommen, Thomas?

Thomas. Gott sei Dank, obgleich eine so große Ge­sellschaft da war, so gebrach es uns doch an nichts, und es ist noch Uebriges da.

Pächter. Möge es euch Allen gut bekommen, denn ich habe mein Lebtag kein froheres Fest veranstaltet. Ich bin zwar früher, nach Weltweise, viel dem Vergnügen nach- gegangen; aber noch nie habe ich einen so vergnügten Tag gehabt wie dieser war.

Frau Littleworth (zu ihrem Manne). Mein Lieber! ich muß sagen, ein solches Fest habe ich in unserm Hause noch nie gesehen, und die ganze Gesellschaft war mir herz­lich willkommen. Ich will nicht mehr so böse Reden wider dich führen, wie ich's schon that. Und dir, mein lieber Sohn, verzeihe ich Alles, was vorbei ist, von Grund meines Herzens.

Dies Bekenntniß rührte den Pächter und seinen Sohn Henry wieder so sehr, daß Herr Lovegood den Wunsch äußerte, Thomas solle sogleich den Ton angeben. Das Lied paßte so ganz auf Henry's Zustand, daß bei jeder Strophe eine neue Bußthräne über seine Wangen rollte.