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7) Mecklenburger Köoͤnigs-A Apfel(hier großer Kohl-Apfel genannt.)
Geſt alt: groß, ſtumpf, kegelförmig, oft auch glattrund, immer nach dem Kelche etwas abnehmend, meiſt regelmäßig abgerundet.
Scale: ſtark, glatt, nur wenig fettig, gelblich grün, ringsum carmoiſinroth überzogen mit dunkelbtutrothen Streifen, welche an der Sonnenſeite zuſammen laufen, fo daß der Apfel hier dunkel blutroth erſcheint.
Fleiſch: gelblich weiß mit gruͤnlich gelber Ader ums Kerns haus, fein, feſt, in der Reife aber locker und mürbe, ſaftig, von gutem ſüßweinigem, himbeerartig gewürztem Geſchmack, doch nur ſchwachem Geruch.
Reife: December und Januar hält mehrere Monate, wird aber zuletzt mehligt.
Vu tzung: Witthſchaftsobſt und zu jeder Verwendung geeignet.
Der Baum wächſt gut, wird groß und reichlich tragbar.
Aus ſteller: Lehrer Heck zu Selters(als Kohlapfel), Oberverwalier Hensler zu Ranſtadt(ebenſo), Johannes Schneider zu Schwalheim(als ſchwarzer Matapfel), Johannes Schäfer zu Unter» Widders heim(ebenſo.)
8) Langer Himbeer⸗Apfel.
Geſt alt: lang, ſtumpf, zugeſpitzt, faſt walzenfärmig, ungleich mit flach über die Frucht laufenden Rippen.
Schale fein, glatt, etwas fertig, Grundfarbe gelb, mit etwas trübem Carmoiſinroth geſtreift, verrieben und verwaſchen.
Fleiſch: gelblich weiß, fein, locker und weich, nicht ſehr ſaftig, von angenehmem, eiwas himbeer⸗ oder erdbeerartigem Geſchmacke.
Reife: Ende Oetober bis December.
VUutzung: Mehr Wirthſchafts⸗ als Lafelfrucht.
Der Baum wächſt Anfangs lebhaft, bleibt aber doch nur klein, if faſt jahrlich ſeyr fruchtbar, ſcheint jedoch guten Boden und Sonnenſtand zu erfordern.
Aus ſteller: Lehrer Rasp zu Echzell.
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