38

Nutzung: Sehr gutes Wirthſchaftsobſt und ausgezeichnet zum Dämpfen.

Der Baum wird nicht ſtark, treibt nur kurze Fruchtſpieße und iſt bald fruchtbar, verlangt aber güten Stand.

Ausſteller: Konrad Ludwig Bechtold zu Nidda(als Kinds betterapfel) Lehrer Paul zu Nidda. Gemeinde Fauerbach(als

Erdbeerapfel.) Wilhelm Goldſtrohm zu Borsdorf(als Bräutapfel.) Bürgermeiſter Zimmer zu Villingen.

18) Rother Wintertauben⸗Apfel, (Koͤniglicher Taͤubling.)

Ge ſt alt: ſtumpf, kegelförmig, öfter auch wahrhaft eiförmig und auch walzenförmig.

Schale: ſehr glatt, fein und wachsartig glänzend, weißlich gelb, wovon oft der größte Theil mit ſehr zarten roſarothen Streifen, die oft bandartig die Wölbung bedecken, und dazwiſchen mit ver­waſchenem Blaßroth bedeckt iſt.

Fleiſch: ſehr ſchön weiß, fein, locker, ſehr ſaftreich und von einem ſehr angenehmen gewürzten Zuckergeſchmack.

Reife: November und December, hält bis Fruͤhjahr ohne zu welcken oder den Saft zu verlieren.

Nutzung: Sehr ſchätzhares Tafelobſt.

Der Baum wächſt in der Jugend raſch mit ſchlanken Trieben, wird mittelgroß, trägt ſehr bald und ſehr reichlich und verlangt öfteres Ausputzen und ſpäteres Verjüngen und in vielen Jahren Aus hrechen der Früchte. Wurde bei der Verſammlung in Naumburg beſonders empfohlen.

Ausſteller: Oeconom Bipp zu Haubenmühle(als Pigeo­nettchen.) Karl Mäs zu Nidda(als roſenrother Taubenapfel.)