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Zu Anfänge des 16. Jahrhunderts unterschied man in Deutschland folgende Geschützgattungen:

1) Die Mauerbrecher, Belagerungsgeschütze/ schossen 16 bis 100 Pf. Eisen, waren nicht sehr lang und hatten wegen ihren starken Ladungen sehr große Metallstärken.

2) Die Schlange»/ Feldgeschütze/ schossen 2 bis 18 Pf. Eise»/ hatten geringere Metallftärken, waren aber im Verhältniß bedeutend länger als die Mauer­brecher.

3 ) Die Stein- oder Feuerbüchsen, waren 4 bis 5 Fuß lang, lagen auf gewöhnlichen Laffetten und wur­den bei Belagerungen gebraucht/ um 25 - bis 200pfün- dige Kugeln und alle Arten Kunstfeuer daraus zu werfen.

Sie wurden auch Haufnitzen genannt/ woraus der Name Haubitzen entstanden ist.

4 ) Die Merthiere oder Mörser/ deren Ent­stehung man nicht bestimmt weiß, aus welchen aber steinerne Kugeln von 24 bis 200 Pf., so wie Feuerkugeln geworfen wurden.

Nach und nach verschwand der Name Mauerbrecher, und man nannte diese Geschützart Karthau nen, welche jedoch nie über 48 Pfund Eisen schossen.

Im 17. Jahrhundert wurden alle Schlangengeschütze, so wie auch die Karthaunen- welche mehr als 2 4 Pfund Eisen schossen, abgeschafft. Diese Veränderung, so wie die seit dieser Zeit für diese Geschützgattung eingeführte allgemeine Benennung Kanonen, ist bis zu den jetzigen Zeiten beibehalten worden. Auch wurden die Mörser und