Haubitzen verbessert und letztere häufiger im freien Felde angewendet.

D. Von den verschiedenen altern und jetzt gebräuchlichen kleinen Feuergewehren.

Eben so wenig es sich mit Gewißheit angeben läßt, wo und wann die ersten schweren Geschütze erfunden wurden, eben so wenig ist dieß auch bei dem kleinen Feuergewehr der Fall.

Den geschichtlichen Nachrichten zu Folge ist es wohl wahrscheinlich, daß diese Erfindung mit der des schwe­ren Geschützes ziemlich gleichzeitig war.

So sollen im Jahr 1304 zu Perugia 500 Knall­büchsen, i Spanne lang, verfertigt worden seyn, welche man mit einer Hand führen konnte. Diese nimmt man gewöhnlich als die erste Erfindung der kleinen Feuer­gewehre an, und waren'wahrscheinlich nichts anderes,, als die später bei den Deutschen unter dem Namen Fauftröhre und noch später unter dem der Pistolen bekannt gewordenen Pulverwaffen, welchen letzter« Na­men sie von der italienischen Stadt Piftoja, wo sie spater besser als zu Perugia verfertigt wurden, erhal­ten haben sollen.

Die größer« Feuergewehre wurden gewöhnlich Handröhre oder Luntenröhre genannt, weil man ihre Ladung damals mit brennender Lunte ent­zündete.

Das Luntenschloß bestand aus einer vor dem Zünd­loche befindlichen Zündpfanne, über welcher, um sowohl das Heräusfallen, als auch das Naßwerden und unzei-