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los schien, auf die Erde, und zog in größter Hast ein langes Seil aus der Lasche, riß ihr Fenster auf, das nach einem kleinen Hof führte, band es an das Kreuz desselben, schwang sich auf das Fenster und rief dem eben nach der Thür eilendem Mädchen zu:
„Nicht von der Stelle, bis ich glücklich über jene Bohlwand entkommen bin! Verräth'st Du mich nur mit einem Wort, so trifft Dich der ewige Fluch Deines Vaters. Ja, verräthst Du mich, so soll mein Fluch Dich verfolgen in alle Ewigkeit; denn wisse, ich bin Dein.Vater!" —
Hannchen hatte bereits die Thür geöffnet, aber sie sank bei diesen schrecklichen Worten, keines Lautes und keiner Bewegung mächtig, aus ihren Stuhl zurück. —
Sechzehntes Kapitel.
Die Entdeckung und ihre nächsten Folgen.
Thue nichts Böses, so widerfährt Dir nichts Böscö!
Sirach 7, v. 1.
An demselben Abend wanderte durch das Thor zur Stadt hinein ein gesund und kräftig aussehender junger Mann. — Er trug zwar nur ländliche Kleidung, aber sein Gang und seine Haltung waren militärisch, und man sah's ihm an, daß er ein tüchtiger Soldat gewesen und eben erst nach seiner Heimath entlassen sei. Der Weg dahin führte nun zwar nicht durch diese Stadt, er hatte indeß den bedeutenden Umweg nicht gescheut, um sie zu erreichen, denn wohnten auch nicht Vater oder Mutter darin, so befand sich doch in ihren Mauern ein Wesen, das er wenigstens eben so sehr, wenn nicht noch mehr liebte, als Vater und Mutter. — Die Hoffnung , diejenige zu sehen, nach der er sich nun schon drei Jahre umsonst gesehnt hatte, belebte alle seine Zü-

