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Zweyter Abschnitt.
Tugendhindernisse.
A, Sünde überhaupt.
i* «/itdjt Krankheit, Armuth, Noth, Trübsal oder zeitliches Unglück hindern den Menschen an der Erreichung seiner endlichen Bestimmung, der ewigen Seligkeit; weil sie gar wohl mit der Tugend bestehen können f ja nicht selten ein Beförderungs * Mittel derselben sind. Das wahre und einzige Hinderniß ist die Sünde, weil sie allein die Tugend verdrängt, dem heiligen Willen Gottes entgegen ist, und so lange sie fvrtbesteht, die Vereinigung mit Gott, der die Urquelle alles Guten und aller Ser ligkeit ist, ganz unmöglich macht. Die Sünde ist demnach das einzige wahre Uebel; weil sie allein den Menschen von Gott trennt, und ihn wahrhaft unglücklich und elend machte
2. Sünde nennt man alles das, was gegen den erkannten Willen Gottes ist. Gott hat dem Menr scheu seinen heiligen Willen durch seine Gebothe der kanut gemacht, welche ihn lehren, was er zu thun oder zu unterlassen habe, um wahrhaft glücklich zu werden. Wer immer also das thut, was Gott

