Am 1. Mai. 71
ausgesuchtesten Peinen durch Gottes Offenbarung wunderbar zu zwei Malen gestärkt worden, letztlich sammt vielen andern die Marter durch das Schwert vollendet. — Zu Saintogne: des heil. Bischofs und Märtyrers Eutropius, welchen der heil. Clemens zum Bischof weihete, und nach Frankreich sandte, wo er lange Zeit das Evangelium predigte, und um Christi willen viele Leiden übertrug, bis er endlich mit zerschmettertem Haupte am Abend seines Lebens zur Ruhe einging. — Zu Cordova: der heil. Märtyrer Ama tor des Priesters, Petrus des Mönchs, und des heil. Priesters Laurentius, wie auch der gemarterten Knaben, welche letzterer zu erziehen über sich genommen. — Zu Alexandria: des heil. Märtyrers Aph rodisius des Priesters und anderer dreißig. — Zu Ephesus: des heil. Märtyrers Maximus, der in der Decianischen Verfolgung gekrönt ward. — Zu Fermo im Gebiet von Ancona: der heil. Jungfrau und Martyrinn Sophia. — Zu Neapel in Campanien: des heil. Bischofs Severus, welcher unter andern Wunderthaten einen Tod- ten aus dem Grabe wieder zum Leben erweckte, für so lange, bis er jenen, der sich für den Gläubiger einer Wittfrau und ihrer Waisen ausgab, der Lüge überwiesen und bezüchtiget hatte. — Zu Evorea in Epirus: des heil.Bischofs Donatus, welcher zur Zeit des Kaisers Theodosius mit großer Heiligkeit begnadiget war. — Zu London in England: des heil. Bischofs Erconvaldus, der durch viele Wunder hervorleuchtete.
Monat Mai.
Der erste. Der Geburtstag der heil. Apostel Philippus und Iacobus, von denen der erstere, nachdem er fast ganz Scy- thien zum Glauben Christi bekehret, zu Hierapel in Asien ans Kreuz geheftet und gesteiniget wurde. Iacobus aber, der auch der Bruder des Herrn genannt wird, und der erste Bischof zu Jerusalem war, ward von der Zinne des Tempels herabgestürzt, und, nachdem man ihm die Schienbeine zerbrochen, mit einer Walkerstange am Hirn zu Tode geschlagen, worauf er daselbst nicht weit vom Tempel begraben ward. — In Aegypten: des heil. Propheten Jeremias, welcher, von dem Volke gesteiniget, bei Taphna starb, und allda zur Ruhe bestattetward; bei dessen Grab, wie der heil. Epiphanius meldet, die Gläubigen zu beten pflegen, und durch eine Hand voll Erde, von da

