O liebster Herr! ich armes Kind,
Das nirgends Trost, noch Ruhe findt,
Werf mich, so elend als ich bin,
Vor deinen Augen flehend hin.
Es ist mein ganzer Jammerstand Dir besser als mir sebst bekannt.
Ich mag mich kehren wie ich will.
Mein Herz wird ohne Dich nicht still.
Ach! schau mich mir Erbarmen an.
Da ich mir selbst nicht helfen kann !
O Menschensohn! erbarm Dich mein,
Erneu mein Herz und mach es rein!
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Die 9te Figur.
Der innere Zustand eines Christen, der im Kampfe gegen die Sünde und in der Ue- dung der Gottseligkeit bis an's Ende besser rr et..
siehst auf diesem Bilde, wie das Hcrz des Chri- sten von allen Seiten mit Feinden umgeben ist. Der Saran und die Sünde lauern beständig auf uns, und suchen die alte Herrschaft im Herzen zu erlangen. Unten stehen zwey Männer, die dieWelt vorstellen, wovon einer durch Darreichung eines Bechers zu sinnlichen Lustbarkeiten und weltlichen Vergnügungen einladet; der andere mit dem Dolche sucht durch Drohungen, Verfolgungen, Lästerungen und andere gewaltsame Mittel vom Guten abzuschrecken und zu einem sündhaften Leben zu ver eum.
Mit diesen Feinden des Heils, mit Fleisch, Welt und Satan, hat der Christ hier in diesem Leben immer

