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8.
und Vater unſeres Herrn Jeſu Chriſti, der uns nach Seiner
großen Barmherzigkeit zu einer lebendigen Hoffnung wieder—
geboren hat, und unſere Geſänge vereinigen ſich mit dem neuen Lied, deſſen erhabene Harmonie die Wohnung der vollendeten Gerechten erfüllt.
Weil wir denn Kinder ſind, hat Gott den Geiſt Seines Sohnes in unſere Herzen gegeben, der ſchreiet: Abba, lieber Vater! Mit dieſem Geiſt ſind wir an dem Tage verſiegelt worden, wo wir den Heiland durch den Glauben aufgenommen haben. So halten wir an der angebotenen Hoffnung, dem ſichern und feſten Anker unſerer Seele, der auch hineingeht in das Inwendige des Vorhangs. Und gleicherweiſe offenbart ſich unſere Liebe zum Heiland, den wir lieben, obgleich wir Ihn nicht geſehen haben, und wir möchten gerne das ewige Leben koſten, ſchmecken und genießen, wovon wir bereits ein An— geld empfangen haben, und deſſen Siegel wir an uns tragen.
Solche köſtliche Verheißungen und Vorrechte vermögen uns wohl in dem Jammerthal dieſer Welt zu tröſten, worin die Bürger des obern Jeruſalems ſich als Pilger und Fremdlinge bewegen. Iſt doch die Freude am Herrn unſere Stärke. Er ſelbſt bahnt uns den Weg, und ſchließt in der Wüſte, die wir durchziehen, lebendige Waſſerbrunnen auf. Er bereitet uns eine Hütte zum Schatten des Tages vor der Hitze, ſendet uns kühlende Winde, und läßt uns die Segnungen und Erquickungen zu Theil werden, wofür wir Ihn in der Stille zu Zion loben.
Doch ſind wir nicht immerfort in der Stimmung und Verfaſſung, ſo zu loben, zu preiſen und zu danken. Unſer Pfad, der Pfad des Gerechten, führt uns zwar ſicher dem Himmel zu; doch iſt er nicht zu allen Zeiten gleich leicht und gleich licht. Der ſchwere Todesleib, den wir herumtragen, hält uns oft in unſerem Laufe auf, die Schwachheit und

