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Fürbitte anempfohlen haben), unſern Fürſten(Regierung), Land und Volk, das Werk der innern und äußern Miſſion, denn Gottes Name ſoll ja geheiligt werden und Sein Reich kom men—, und für Alles, wozu der Geiſt Gottes uns ſonſt noch antreiben mag. Wir werden ſo mit immer umfaſſenderen Reichsgebeten vor dem Herrn der Gemeinde erſcheinen, und dabei die Wahrheit jenes Wortes erfahren:
„Das iſt fürwahr kein Aufenthalt, Was fördert himmelan.“
Wir ſelbſt werden den Segen des Gebetes zuerſt zu ge— nießen haben; es wird einen heilſamen Zaun um uns her bilden, indem es uns zur Wachſamkeit über unſere Handlungen, Worte und Gedanken antreibt; wir werden nicht nur vorübergehend, ſondern den ganzen Tag auf heiligem Boden ſtehen, und das freundliche Naheſein des Herrn zu verſpüren haben, und ſo innerlich wachſen und gedeihen und von einer Lichts und Lebensſtufe zur andern hinaufgerückt werden, während andererſeits auch bei denen, für die wir Prieſteramts pflegen, es ſich bewähren wird, daß des Gerechten Gebet viel vermag, wenn es ernſtlich iſt. Es werden da und dort Seelen aus dem Tode zum Leben und aus der Gewalt des Satans zu Gott hindurchdringen, Feindſelige und Widerwärtige werden uns geneigt werden, Leute, deren Angeſicht hart war wie ein Fels, in Bußthränen zerfließen, und bälder
*) Von dem ſeligen Spener wird erzählt, er habe, wenn ihn jemand um ſeine Fürbitte anging, ſtets genau gefragt, wofür er denn beten ſolle, und die Antwort in ein Notizbuch eingetragen, das er jeden Tag durchgegangen, und dann Stundenlang die einzelnen Seelen mit ihren verſchiedenen Bedürfniſſen dem Heiland im Gebet vorge— tragen habe. So ſei es gekommen, daß er eines Tages in einer Conferenz habe fragen können, ob ein gewiſſer Bruder, für den er ſchon ſeit zwanzig Jahren bete, auch noch lebe.

