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welcher bei Kaiser Ludwig VII. und Karl IV. in hohem Ansehen stand und die wichtigsten Privilegien und Freiheitsbriefe für Frankfurt zu erwirken wußte. Er selbst löste die königliche Pfalz ein, stellte sie wieder her und erhielt sogar im I.1338 diese Pfandschaft als Weiberlehen.
Die benachbarten Edlen sahen das Aufblühen und Gedeihen der Stadt schon längst mit neidischen Augen an und suchten jede Gelegenheit auf, ihr zu schaden. Vor Allen that dieß Landvogt Ulrich III. von Hanau, welcher mit Zustimmung des Kaisers im I. 1349 das kurz zuvor von der Stadt erworbene Schultheißenamt einlöste und auch auf andere Weise auf die inneren Angelegenheiten der Stadt Einfluß zu erhalten suchte. Hierzu gab ihm die Unzufriedenheit der Handwerker bald Gelegenheit und schon im I. 1359 gelang es ihm zu bewirken, daß die Zünfte an der Besetzung des Schöffenstuhls Antheil erhielten. Sieben Jahre später erhielt er vom Kaiser sogar die Erlaubniß, an den Thoren der Stadt einen neuen Zoll für die Bedürfnisse von Kaiser und Reich anzulegen, von dessen Entrichtung die Bürger Frankfurts zwar ausgenommen sein sollten, den Ulrich aber durch wen und wie er wolle erheben lassen konnte. Dies war einer der empfindlichsten Schläge, welche die Stadt nur treffen konnten, aber es sank nicht ihr Muth und mit der Gefahr steigerte sich auch der Gemeinsinn und die Entschlossenheit, ihre Gerechtsame zu bewahren. Die einsichtsvolleren freibürtigen Familien schlossen sich fester an einander an, traten in besonderen Gesellschaften zusammen und bemühten sich, die Gefahr, welche durch den Landvogt drohte, zu beseitigen. Einer derselben, Siegfried von Marburg, Eidam des erwähnten Jakob Knoblauch, benützte seine vielen Verbindungen bei Hofe, namentlich mit dem Kanzler Rudolph von Friedberg, und trat vor den Kaiser, Abhülfe der Bedrückungen des Landvogts verlangend. Anfangs ward cs ihm schwer, zu seinem Zwecke zu gelangen, da Karl IV. überhaupt kein Freund der Frankfurter Bürger war; aber nach einiger Zeit wurde ihm doch eine Schöffenstelle zugesagt, und dem Landvogte die dcsfallsigcn Befehle gegeben. Dieser kehrte sich aber wenig daran, nährte die inneren Zwistigkeiten und bewirkte, daß Siegfried vor den Nachstellungen der Zünfte sich nur durch die Flucht retten konnte. Siegfried klagte am kaiserlichen Hofe und erwirkte einen Befehl, seine Widersacher

