Erstes Kapitel.

Line Begegnung im Walde.

Ich hatte mich manches Mal mit Georg Dutrey in der Welt zusammengefunden, und unter anderen, in fröhlichen Gesellschaften von Junggesellen bei einem ge­meinschaftlichen Freunde. Sofort hatte ich mich von ihm angezogen gefühlt, wie er sich von mir; ein wie­derholter Austausch unserer Ideen und Gefühle ließ mich erkennen, daß wir uns in vielen Beziehungen ver­standen. Sobald er mich in einem Salon bemerkte, kam er auf mich zu und sagte: Wollen Sie tanzen oder plau­dern? Fast immer antwortete ich: Plaudern wir! Gleich­wohl hatten wir einander nie besucht; ich war, das wußte er, sehr beschäftigt, er bekleidete im Ministerium eine Stelle, die ihm seine Tage in Anspruch nahm. Wir begnügten uns also mit solch gelegentlichen Be­gegnungen, und man muß gestehen, daß der Zufall uns hierbei freundlich half; denn während eines ganzen Winters verging keine Woche, wo ich ihn nicht ein oder zwei Mal gesehen hätte. Der Frühling trennte uns für ein halbes Jahr. Im folgenden Winter hoffte ich sicher, ihn wiederzufinden, und suchte ihn sogar in einigen Abendgesellschaften, aber er erschien nicht mehr. Auf Nachfrage hin erfuhr ich von unseren Freunden, daß er sich verheirathet, daß er das Ministerium ver-

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