Eine Begegnung im Walde.

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wohl ich Sie aus dem Gesicht verloren. Letzthin noch erkundigte ich mich nach Ihnen und man gab mir zur Antwort, daß Sie ein sehr liebenswürdiger junger Mann seien. Man hat mich nicht getäuscht. Also, es ist abgemacht, wir erwarten Sie diesen Nachmittag um sechs Uhr. Auf Wiedersehen. Ich höre nichts."

Es half nichts, seinen Bitten sich zu widersetzen, zumal dem Tone, in dem sie ausgesprochen wurden. Madame Gonthard unterstützte dieselben, um mich zu bestimmen, und ich verließ sie erst, nachdem ich ihnen förmlich das Versprechen gegeben, wiederzukommen. Der Wagen führte mich an den Park; allein die Menge, welche ihn überfüllte, mißfiel mir und machte mich traurig; ich sah nur den Staub und die Sonne, sogar die Kunstwässer schienen mir dürftig und ihres Rufes unwerth. Mein Geist war nämlich bei all diesen Herr­lichkeiten nicht gegenwärtig, er war ja in dem kleinen Hotel des Boulevard der Königin geblieben. Als ich dahin zurückkam, fand ich die Damen fast lustig; der Arzt hatte sie beruhigt. Da nun konnte ich den An­stand, die Feinheit und das Zartgefühl der Dame des Hauses schätzen lernen; auch in der Achtung und Sym­pathie, welche Herr Gonthard mir gleich anfangs ein­geflößt hatte, konnte ich mich mehr und mehr befestigen. Er hatte nicht blos ein gutes und fröhliches Naturell, er war auch ein Mann von gebildetem Geiste, von höherem Urtheile. Wir plauderten drei Stunden lang von tausend Dingen, ohne Anstrengung und Ermüdung, und ohne ein einziges Mal zu übler Nachrede unsere Zuflucht zu nehmen. Aber was mir bei dieser ersten Zusammenkunft Eindruck machte, das war, ich kann es nicht genug wiederholen, die einfache und natürliche Weise, wie diese drei Personen unter sich handelten und sprachen. Man fühlte, es war da nichts von dem ge­zwungenen Wesen, das ich nur in der großen Welt gefunden hatte; die Anwesenheit eines Fremden änderte nichts in ihren Beziehungen, sie hatten immer dieselbe