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Vierzehntes Hauptstück.

Aberglaube bey verschiedenen na» türlichen Erscheinungen.

§. 94. Aberglaube vom Blutregen.

3)er Landmann bemerkt bisweilen auf best Blät­tern der Bäume, den Gebäuden, und wohl gae auf seiner Kleidung, rokhe Tropfen, wie Blut. Er hält solche für blutige Regentropfen, und wird durch deren Anblick in Furcht und Schrec­ken gesetzt, weil er sich einbtldek, daß es Blut geregnet habe. Allein da der Regen entsteht, wenn die wässerigen Dünste so nahe an einander kom­men, daß sie in Tropfen zusammen fließen: so kann es auch nur Wasser regnen. Blut befindet sich nur in lebendigen Körpern und nicht in der Luft. Die rothen Tropfen, die bisweilen fallen/ können also ihren Ursprung nicht aus der Luft Hu­ben. Die wahre Ursache hiervon sind die Schmet­terlinge, welche der Landmann Buttervögel nennt. Cs ist eine bekannte Sache, daß die Rau­pen sich Hnsptnnen, und sich darauf in Schmet » terttnge verwandeln. Indem sie nun ihre Pup-