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Zuneigung lichterloh brennen ließ. Ich wette, es wäre ihr Ceder- holz zugestanden worden, wenn sie es darauf angelegt und der Emsige nicht peremptorische Einreden dagegen gehabt hätte. Madam behauptete übrigens (weil der Emsige um die Hausregierung sich zu kümmern nicht viel Zeit hatte oder sich nahm) manchen Vorzug, den sie ihrem Eheherrn abgewonnen hatte; sie war größtentheilS zum Zeuere masculino übergetreten. Ländlich sittlich Ma­dam verlangte auf den Grund dieses Vorzuges ein vollstimmiges Ja zur Heirath; indeß wußte er es doch, wiewohl mit genauer Roth, dahin zu bringen, daß man, statt dieser Förmlichkeit, sich mit bloßem Kopfneigen begnügte. Der Geist Caprizzio ist sauber und unsauber, je nachdem der Ort beschaffen ist, wo er einkehrt. In der Seele des Emsigen war er so unsauber, daß die Sauberkeit des Fräuleins Cousine dazu gehörte, alles ins Geleise zu bringen. Wer sollte denken, Fräulein," ließ der Emsige im Zorn sich aus, daß Sie auch zu mäkeln verstehen?" Und ein andermal:So wie ich meine propre (eigene) Handlung führe, so hält' ich mir auch einen Schwiegersohn mit proprer Hand­lung oder wenigstens mit proprem Vermögen ge- wünscht." Cousine fing an, ihrer neuen Verwandten die Feile zu gebe», und rieth z. B. der künftigen Frau Baronin, etwas weniger gesund zu seyn und fich rühmlichst einer blaffen Farbe zu befleißigen. Ein gar zu gesundes Aussehen sey so unvornehm, sagte sie, daß eS ins Bäurische falle. Das allerliebste Mädchen (das einen König hätte beglücken können, wenn er nicht eine Prin­zessin zu ehelichen verbunden wäre), sollte fich Mühe gebe», krank zu werden 1 Da indeß die Liebe eine Krankheit ist, so machte ihr diese Rolle keine große Mühe, wozu freilich die väterliche Begeg­nung, welche der mütterliche Trost nicht völlig unkräftig machen konnte, auch daS ihrige beitrug. Ein merkwürdiges