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gedehnten Muskeln durch die Heftigkeit der Bewegung zerspringen zu müssen schienen, sodann zuckte sein gan­zer Körper krampfhaft zusammen und er drückte seine beiden Hände auf den Kopf, als wollte er ihn verhin­dern zu zerbersten. Ein so beklagenswerther Zustand konnte nicht länger andauern und seufzend sank der Jüngling auf eine steinerne Bank nieder.

-O das kann nicht fortwährend begann er nach einer langen Pause in schwachem Tone wieder,es kann und wird nicht fortwähren. Da der Tod ge­wiß ist, so will ich mit Kühnheit zn sterben versuchen und mich enthüllen. Mit Kühnheit! Aber dies könnte mir die Schmach der Abweisung eintragen, und während ich den Tod der Edeln zu sterben meinte, werde ich vom Stolze zerschmettert, vielleicht sogar als Thor mit Verachtung behandelt werden. Heilige Maria! Was ist das für ein Leben, wo die Ausübung einer Tugend die Frucht des Verbrechens nach sich zieht und die Vollführung des Verbrechens den Lohn der Tugend erndtet? Wer ist der Weise, der uns lehre, das eine von dem andern zu unterscheiden? Wer ist derjenige, der uns unterweise, in was sie bestehen? Wird man, was in diesem Jahrhundert ein Verbrechen ist, auch in den künftigen so nennen? Ist eine Tugend, die mir schadet, noch immer eine Tugend? Muß ich sie zu meinem Verderben ausüben? Wo hat die Natur ihre Gesetze eingeschrieben ? Im Herzen? Ich lege meine Hand auf mein Herz, aber es pocht unter dem Drang der Leidenschaften. Was hilft es, über die Gründe der Notwendigkeit nachzustnnen? Es ist besser, man unterwirft sich ihr mit gekreuzten Armen und sieht den Dingen entgegen, die da kommen sollen. So werde ich thun.

Bin ich denn wirklich so gar unglücklich? Ver­mag mein Gedächtniß nichts hervorznrufen, was eine von so vielen wirklichen Bekümmernissen zerfleischte