betrübten Seele können an seinem Thron nicht un­gnädig ausgenommen werden."

Meine holde Gebieterin, steht es Euch zu. die Wünsche der Betrübten zu Gott zu erheben? Euch, der Tochter des Königs Manfred, der Schwester der Kö­nigin von Arragonien, der Enkelin der Friederiche? Euch, dem Sprößling des schwäbischen Hauses und vom Schicksal auf die höchste Stufe gestellt, welche der menschliche Geist wünschen kann? Euer Leben dehnt sich wie ein Blumenpfad vor Euch; Eure Tage zählt das Vergnügen: Ihr, die Sehnsucht jedes tapfern Rit­ters, Ihr, der Seufzer jedes Troubadours, Ihr, die Liebe Aller, Ihr habt das Unglück nicht zu fürchten, welches den größeren Theil von Adams Geschlecht heimsucht."

Und doch steht es so mit mir, daß ich nichts Anderes mehr zu fürchten habe, als den Zorn Gottes."

Und sein Zorn wird nicht kommen, denn er mil­dert die Strenge der Kälte für das geschorene Lamm und gießt Balsam auf die Wunden der Leidenden."

Gismonda. unser Haus wurde aus der Gemein­schaft der Gläubigen gestoßen durch das Coucil von Lyon, wo, trotz der Vertheidigung des Thaddäus von Suessa, Jnuocenz den Kaiser Friederich excommnni- cirte. Wir leiden allerdings keinen Mangel an den Diensten der Kirche, aber selbst Clemens hat gerade diesen Umstand zum Vorwand genommen, um den Bannstrahl gegen uns zu bestätigen. Er hat die Va­sallen des Eides der Treue entbunden, und schon ohne das umgeben uns nur zu viele Verrälher: er sucht in der weiten Welt einen Feind unseres Stammes, und schon ohne das gab es ihrer genug, die es nach einem Thron gelüstet. Das Schicksal hat nicht gestattet, daß Richard von Cornwallis unsere Krone aus der Hand eines Mannes annahm, der sie nicht für sich selbst zu Guerrazzi, die Schlacht von Benevent. 1, Z