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seinem Blut an die Mauer: M. N. M. B. ü. D. Als Niemand diese Buchstaben auszulegen wußte, er­schien eine gewisse Frau, die man noch nie gesehen hatte, und erklärte, sie könne es thun, wenn Solinus nur den Mnth hätte, sie anzuhören. Solinns, ob­schon an allen Gliedern zitternd, bat sie, ihm die Schrift zu erklären, und nun sprach sie zu ihm also: Solinns, Hasaäl *) steht über Dir, denn die Buch­staben besagen : Dein Tod wird nicht sein Tod sein, sondern der Anfang eines Lebens voll Qualen. Und nun, da der Himmel Dir verschlossen ist, fordere ich Dich auf, zu verzweifeln und zu sierb'en. So spre­chend brach sie in ein schallendes Gelächter aus und ver­schwand. Solinns fiel ohnmächtig zur Erde; aus sei­nem Mund und seiner Stirne stop Blut und besudelte auf garstige Weise sein Gesicht. Der Morgen erschien, aber kein'Sonnenstrahl erheiterte die Erde; der Ranch hatte sich über den Horizont verbreitet und stand da unbeweglich wie ein Vorhang. Das Ungeheuer war jedoch nicht sichtbar; man hörte nur das Gebrülle der Löwen und das Geheul der Bären. An diesem Tage des Zornes und der Rache ward kein Vogel unter dem Himmel gesehen, sondern alle blieben ängstlich in den Nestern, um mit ihren Flügeln ihre Jungen zu schützen; kein Wild durchstreifte den Wald, denn das Gefühl der Angst war mächtiger. als das des Hungers; die Hunde schweiften mit gesenkten Köpfen und hängenden Schwänzen rathlos umher, die gewohnten Wohnungen zu suchen, und wenn sie dieje verschlossen fanden, stießen sie ein so klägliches Geheul aus, daß selbst der

*) Hasael ist der Engel des Todes bei den Mohamme­danern. Man braucht wohl kaum aufden wunderlichen Wirrwarr in dieser Erzählung aufmerksam zu machen, welcher beweist, wie es zu jener Zeit mit der <Ie- schichtskenntniß anssah.