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steht, sie anzuhören; aber ich wußte, daß es einerseits ein Verbrechen war, sie auszusprechen."

.Habt meine Verzeihung .... lebet .... tra­get Eure Liebe auf ein glücklicheres Fräulein über und möge dieses sie erwiedern! vergesset mich." Sie sagte das mit erstickter Stimme; dann fügte sie mit noch größerer Wehmuth hinzu:Roger, in dieser Welt ist der Abstand zwischen uns so groß, daß Ihr nicht hoffen könnt, an einem andern Ort mit mir ver­bunden zu werden, als im Himmel, wo jeder lästige Unterschied aushört und wir alle gleich sind in der Liebe eines Einzigen."

,,Das war mir nicht unbekannt, und dennoch liebte ich Euch ohne Hoffnung, ohne Hoffnung cröffnete ich Euch meine inneren Qualen. Es ist wahr, daß die Liebe weit mehr vermag als wir; aber es ist anch wahr, daß es Abstände gibt, die sich nicht ausgleichen lassen; und ihr Stolzen, die ihr durch Ungerechtigkeit oder durch den Zufall aus die Throne der Erde erhoben seid, glaubet eine allmächtige Gewalt über die äußer­liche Seele zu besitzen. Elende! und ihr wisset nicht, daß die Seele solche Wunden hat, die keine Macht in der Welt zu heilen vermag! Sollte ich Dich viel­leicht der Vermessenheit anklagen, weil Dn ein Uebel kennen lernen wolltest, das zum Guten zu kehren nicht in Deiner Gewalt stand, und sollte ich Dich fühlen lassen, daß Du Stand bist . . . gekrönt zwar, aber immerhin Staub? Nein: erfreue Dich Deiner hohen Stellung und der Nühmlichkeiten der Gewalt, welche Dich allzu kühn machen, und noch mehr erfreue Dich darüber, daß ich schon seit langer Zeit zum Tode bereit und gänz­lich verzweifelt bin. Es war mir, als müßte ich mit einer Last auf der Seele sterben, wenn ich meine Liebe verborgen hielte; jetzt, da ich sie habe enthüllen können, dünkt es mich, daß die Erde des Grabes leichter aus mir ruhen wird. Dole, die Religion und das Herz