von Viterbo nach Nom auf, Clemens war im pW- \ liehen Crnat und ritt einen weißen Zelter : sein prachtvoller Mantel war so 'groß, daß er nicht bloS seine eigene Person, sondern auch sein ganzes Noß bedeckte, was Alighieri zu seiner bekannten Bemerkung im 21. Gesang des Paradieses veranlaßte.*) Der. Pferdeschmuck war von außen mit Scharlach besetzt und mit goldenen Rosen geschmückt; von Scharlach und mit goldenen Rosen geschmückt war auch die überaus lange Schabrakc: Ans dem Haupt hatte er eine Mitra, ähnlich derjenigen, welche die modernen Bischöfe tragen, da die dreifache Krone damals die päpstlichen Schüße noch nicht schmückte, sondern erst gegen das Ende de« Jahrhunderts von dem glorreichen Papst Bonifaz VIII. eingeführt wurde; in der linken trug er einen Hirten- stab, wie ihn die Schäfer zu führen pflegen, um die milde Negierung anznzeigen, von welcher Jesus Christus seine Gläubigen beherrscht zu wissen wünschte, die rechte erhob er segnend, und sie war an diese Bewegung dermaßen gewöhnt, daß sie noch segnete, wem er dieses Geschäft nicht mehr verrichtete. Beide Hände waren mit prächtigen Handschuhen bekleidet, im kanonischen Wörterbuch edirotaog. genannt, und am Ringfinger der Rechten prangte über dem Handschuh ein äußerst kostbarer Ring. Auf beiden Seiten des Pferdekopfes hielten zwei junge Edelknappen in glänzendein Aufzug das Gebiß, das mit goldenen Beschlägen endete, von denen karmesinrothe Seidenquasten herabhingen, und regelten den Gang des ThiereS. Zur Rechten des Papstes ritt Carl von Anjou: er trug Panzer, Armschienen, Schenkelschienen und Bein-
‘) Mit ihren Mänteln schmucken sie die Pferde, Eo daß ein Fell der Bestien zwei bedecket,
O der Geduld, die sich so weil erstrecket!

