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Suez, die Afrika an Asien hängt, und an das Gestade des rothen Meeres, im Westen bis an die Gebirge reichen, dre die libysche Wüste von Aegypten trennen. Zwar sind die Endpunkte auf beiden Seiten da, wo das röche Mecr und das libysche Gebirg endigen, nicht genau bestimmt; emige Geographen dehnen sie im Osten bis an die in Asien belegene Seestadt Refiah oder Rafech, im Westen bis nah an das Kap Mamcdah hinaus, allein da es hier nicht darauf ankommt, ob eine Handvoll herrenloser Wüstenei zu Aegyptens Umfange hinzugeworfen oder abgenommen werde, so kann der Streits auf dieser oder jener Seite Aegypten anfange oder aufhöre, nur ein untergeordnetes Interesse haben. Wir rechnen daher mit Pocecke die Ausdehnung Aegyptens von 42" 30' bis 52 ° östlicher Länge, und von 23" 25' bis 3t" 4o' nördlicher Breite, und den Flächeninhalt mit Templeman auf 8,793% Q. Meilen, wovon nach d'Anville auf das eigentliche Thal oder den bewohnten Theil Aegyptens 756, nach de Pauw je* doch mit Einschlüsse der beiden Oasen 810 Q. Meilen kommen. Gräberg nimmt für das Ganze, wohin er aber auch Barka zieht, 12,960 Q. Meilen an.—Das bewohnte Aegypten ist ein 135 Meilen langer Landstrich auf beiden Seiten des Nils, der von dessen erstem Katarakte bis zu seiner Mün- düng, aber nur so weit reicht, als er von dem Strome befruchtet werden kann; wohl der gesegnetste Lheil desselben ist das zwischen den Mündungsarmen des Stroms belegne, so berühmte Delta, vielleicht die reichste Marschgegend des ganzen Erdbodens. Was außer dem Bereiche des Nils liegt, ist aus beiden Seiten wüst. Im Nordosten von Kahira ist sie unter dem Namen Dschofar, im Südosten unter dem der thebaischen Wüste bekannt: beide haben am Gestade des rothen Meers höher gelegene Striche, die von dem periodischen Regen getränkt einige Quellen enthalten, und der Aufenthalt wilder roher Völker find, worunter wir nur der Ababdeh, wahrscheinlich der Lroglodyten des Alterthums, und der Beduinen vom Stamme Beni Wasel erwähnen. Die Wüste auf dem Westufer des Nils, welche von dem Dschibbel Silsili bis zu der zweiten Kette an der libyschen Grenze reicht, hat keine besondern Namen, und umfaßt nur zwei bewohnbare Punkte, die Oasen el Wah und el Wah el Purbi, beide von Beduinen bewohnt. Die Ufer des Nils oder das Nilthal sind von parallel laufenden Bergketten eingeengt, die zu dem Bergsysteme der Troglodyten gehören; auf der Ostseite des Nils läuft der Dschibbel Mokkatem oder das arabische Gebirge, rauhe Felsenmassen von Kalk- oder quarzartigem Sandsteine, das zum TH«U durch ablaufende Zweige mit dem am rothen Meere hinlau-
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