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<^egypren, 1) geographisch. Eines von den Ländern der Erde, das wir als eine Wiege des Menschengeschlechts betrachten können; ein Land, einzig in der Natur, einzig in den Jahrbüchern der Geschichte, und zu allen Zeiten unsrer Austnerksamkeit gleich werth! Nach der heiligen Tradition wandte sich hieher der Noachide Cham, der Mensch von dunk­ler Farbe, und gab dem Lande den Namen; lange nannten die Eingebornen ihr Vaterland Chemi, Chamia, Cham, und das Delta nach einem der Söhne des Cham Mizr oder Miz- raim, ein Name, den die Araber nachher für ganz Aegypten beibehalten haben, und den wir auch in dem jetzigen einheimi­schen Namen Derr oder Beleb Massar wiedererkennen. Die Osmanen nennen es el Kaleb, das aufgeschwemmte Land» Den europäischen Namen führt es von dem Nile. Aigyptos hieß bei den ältesten Griechen jener berühmte Strom, ohne welchen das Land eine Wüste seyn würde, und der in der Folge von Griechen und Römern auf das ganze Land übergetragen ist. Es gehört unter diejenigen Länder der Erdveste, die ihre Grenzen wenig oder gar nicht verändert haben: es begreift und begriff zu allen Zeiten das Nilthal von dem letztern Katarakte des Stroms bis zu dessen Mündung. Dieß ist Aegypten im engern Sinne. Im weitern rechnet man aber atlch die Wüsten dahin, die auf beiden Seiten das bewohnte Thal einschließen, und sich im Osten bis zu der Landenge von