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Gelo. Das Waſſer der Ciſterne iſt verweſt Und ungenießbar, da der Sommer heiß Und lange Zeit kein Regen fiel. Wer jetzt An die Ciſterne eilt, den Durſt zu löſchen, Der findet ſich betrogen und beſtraft: Der Gaumen weigert ſich, den faulen Trunk Dem Magen zuzuführen und den Zwang Beſtraft er durch vermehrte Hitz und Durſt— Das ſchlechte Waſſer brennt dem Durſt gen in Den Eingeweiden wie geſchmolznes Blei.
Philiſtus.
Du ſcheinſt die böſen Folgen des Genuſſes
Von ſchlechtem Waſſer gut zu kennen, Gelo,
Doch was für Folgen der Genuß von Wein Gewöhnlich hat, wenn man ſich ihm ergiebt:
Das ſcheinſt du nicht zu kennen— Komm' hinweg! Die Halle, wo Du ſchlemmend ſonſt dem Tag
Die Arbeit und der Nacht die Ruhe ſtahlſt
Und Jugendkraft und Mannheit eingebüßt,
Zieht dich berauſchend gleich dem Blick der Schlange,
Der das entfernte Opfer faſſet, an, Daß du, vom Wahnſinnsſchwindel raſch ergriffen, Gerade in's Verderben rennen magſt. Gelo. Ich bitte dich, Philiſtus, zieh' mich nicht Mit harter, mitleidloſer Strenge fort, Bevor ich mich mit einem Becher Wein, Den mir der Vater vorenthält, erquickt.
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