=.
w a REN
———————————
NJ
Philiſtus. Was Dion thut, iſt wohlgethan— und dir, Dem Sohn, gebührt's zuerſt, zu halten, was Der Vater, weiſe überlegt, gebot.
Gelo. Dem Vater wenn der Sohn gehorchen ſoll, So darf er nicht Unmögliches verlangen! Dem Menſchen iſt der Traube Göttertrank So nöthig wie der Athem; ohne Wein Schleppt man das Daſein freudelos dahin— Der Wein durchſtrömt mit Lebenswärme Herz Und Adern, weitert ſie und treibt das Blut In raſcherm Fluß einher. Der Wein erhält Die Seele friſch, erheitert das Gemüth, Beflügelt und erhebt den trägen Geiſt.
Philiſtus.
Mit Maß genoſſen, iſt er heilſam und Wohlthuend, böſes Gift im Uebermaß.
Gelo. Wenn Weines ſanfte Wärme wogend durch Die Adern ſtrömt, das Herz im Buſen ſchwellend, Das Blut beſchleunigend, den Geiſt erhebend: Da flieht verſcheucht das Elend dieſer Welt, Die Freude zieht in unſern Buſen ein Und eine neue, kaum geahnte Welt Thut ſich vor der beſchwingten Seele auf, Sie aller Erdenlaſt und Erdenqual Auf ſchnellen Fittigen entrückend und In Regionen des Genuſſes und Der Freude tragend, wo die Sinne uns,

