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In eine fremde Welt hinausgejagt.
Korinth gewährte den Vertriebnen ein Aſyl,
Dort aß ich der Verbannung bittres Brod—
Dort mußt ich mehre Jahre lang zuſehn,
Wie Syrakus, mein theures Vaterland,
Von dem Tyrannen Dionyſius
Geknechtet, wie mein Weib gezwungen ward,
Des Günſtlings ſchmählich Bett zu th heilen, wie
Man meinen Sohn mit ausgeſuchter Kunſt
Im Dienſt der Wolluſt ſchwächte und verdarb.
Ich trotzte der Gefahr, brach das Exil
Und ging mit. Macht nach Syrakus:
Den Unterdrücker meines Vaterlands,
Den ſchwarzen Schänder alles Heiligen,
Den rohen Henker meiner Häuslichkeit,
Den Schändlichen, der alle göttl ichen
Und menſchlichen Geſetze übermüthig
Verachtet und verleugnet, zu beſtrafen.
Das Glück war meinem Unternehmen hold,
Die Herrſchaft des Thrannen brach zuſammen,
Wie ein verweſ'ter, trockner Leichnam, wenn
Ihn eine leichte Hand berührt— Er ging
Als feiger Flüchtling nach Italien
Und überließ mir Herrſchaft, Stadt und Land.
Allein kaum hab ich Syrakus befreit,
Kaum bin ich in Beſitz der Theueren,
Des holden Weibs, des einz gen Kinds, gelangt,
Da ſeh' ich mich vom Haß des Volks verfolgt,
Das ich aus des Thrannen Joch befreit,
Und deſſen Glück und Heil ich einzig will—
Da reißt der bittre Tod den einz gen Sohn Sandbank, Dion von Syrakus. 3

