Die Gunſt des Pöbels ift ihm die Hauptſache!

Die Volkskanaille ſoll in Syrakus,

Wie in Athen, das ſchwere Scepter ſchwingen! Er möcht' uns alle feinem wüſten Götzen, Der Metze Freiheit möcht' er alles opfern! Du, lieber Bruder, ſollſt in Syrakus Des erſten Demagogen ſchöne Roll' Erhalten, ſollſt, als halber Fürſt und Herr Und ganzer Sklav', auf offnem, freiem Markt Dem großen Haufen ſchmeicheln, huld'gen, ſollſt In Allem blindlings ihm zu Willen ſein Und bei der Strafe ſeines Zorns ausführen, Was zu befehlen ihm belieben würde. Und du, Seleukus, ſchlichter Kriegsmann Ja, Was du für eine Rolle ſpielen ſollſt

. In einem Pöbelſtaate, weiß ich nicht! Dir iſt der Rede Gabe nicht zu Theil geworden, Du kannſt mit feiner, glatter Zunge nicht Des Pöbelhaufens Leidenſchaften ſchmeicheln Du Aermſter, dem die Götter das verſagt Du wirſt der Freiheit erſtes Opfer ſein, Mit der der Fremdling uns beglücken will.

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Seleukus. Da ſei'n die Götter vor! Der Pöbel ſoll Mir hier nicht herrſchen. Mit des Schwertes Zunge Will ich zum Pöbel blut'ge Worte reden!

Ariſtomache. Du ſelbſt, Kalippus, ſinneſt wohl darauf, In kurzer Zeit dich auf den erſten Platz In deinem Freiheitsſtaat hinaufzuſchwingen!