,
J
Arete. O, komm, mein Dion, komm! z Ich will aufbleiben, will dich wach erwarten. Dion. Nein, ſchlafe, ſchlafe ſüß, geliebtes Weib! /(Umarmt fie. Arete geht ab.)
Fünfter Auftritt. Dion(allein). Olymp ſche Mächte, wenn ich ſtrafbar bin, So ſtraft mich ſchwer, ſtraft mich erbarmungslos— Nur um die Gnade fleh' ich: ſtraft mich nicht An meinem Weib! Sie iſt ſo himmliſch rein, So kindlich, ſo hingebend— ihrer ſchont, Wenn Ihr mich ſtrafen wollet! ſie laßt mir, Das theure Gut, das nach dem Vaterland Ich Lebenslang nicht mehr entbehren möchte, Das einzige, das ich nicht miſſen könnte! In ihren liebevollen Armen ruh' Ich von den Kränkungen und Sorgen aus, Die meine andre Liebe mir bereitet, Die mir das Vaterland bereitet. OD, Das Vaterland iſt undankbar! Es lohnt Mir nicht die Liebe wie mein holdes Weib Durch Gegenliebe, eher haßt es mich—. Und doch, ihr Götter ſeid mir Zeugen, daß. Ich nichts ſo liebe, wie mein Vaterland! (Kalippus und Seleukus treten auf.)

