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Das Koͤnigreich Frankreich.

A. Hiſtoriſche Einleitung.

Die aͤlteſten Bewohner Frankreichs werden uns von den Roͤmern, ihren Ueberwindern, als ein krie geriſches Volk geſchildert, welche ſtets bewaffnet und immer bereit waren, ihre. Streitigkeiten durch Kampf auszumachen; uͤbrigens waren ſie leichtſinnig, dem Muͤſſiggange ziemlich ergeben, jedoch gaſtfrei, zutrau lich, aufrichtig und freigebig. Von dem ſogenannten Nechte des Staͤrkern waren fie fo überzeugt, daß fie Herren uͤber das Leben ihrer Weiber und Kinder zu ſeyn vermeinten. Die Druiden, ihre Prieſter, die allein einige Kenntniſſe beſaßen, brachten fie durch ihre Leicht: glaͤubigkeit zum Gehorſam. Dieſe Prieſter herkſchten durch den Schrecken der Bannfluͤche, waren von den Laſten des Staats ausgensmnien, und genoſſen deſſen Neichthuͤmer. Wie ſo viele andere Barbaren, hatten auch dieſe Menſchenöpfer. Die Dichter oder Barden trugen Kriegsgeſaͤnge vor, welche die Streiter begei­ſterten und die Namen der Helden Herewigten. Selbſt nannten ſich dieſe Völker Kelten oder Celten; die Ms: mer nennen ſie Galli. Die Aelteſten der Staͤdte, die Krieger und ihre Anfuͤhrer bildeten das, was wir den Adel nennen; ſie hatten fo wie die Prieſter, den Neich­

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