* Art 16.

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6 Frankreich.

482486, den Römern den letzten Schatten der Mach: in Gallien zu entreiſſen, die Weſtgothen beinahe ganz zu vertreiben, und ſich die Burgunder unterwuͤrſig zu machen. Zu gleicher Zeit hatte er auch ſeine ſieg reichen Waffen bis tief in das Innere von Deutſch land getragen, und ward ſo der Stifter des großen Frankenreichs, welches ſich von den Graͤnzen der Sach fen und der Slaviſchen Volker im oͤſtlichen Deutſchland bis an die Pyrenaͤen erſtreckte. Chlodowig war grauſam und ehrgeizig; die Koͤnige der verſchiedenen Frankenſtaͤmme ließ er unthringen, um ſeine Herrſchaft zu vergroͤßern. Seine Reſidenz war Paris, damals noch Lutetia genannt, wo er im Jahre 541 ſtarb. Als die Zeit der wildeſten Stürme und Kämpfe vorüber war, entſtand in Gallien, wie in den übrigen von den Germanen eroberten Laͤndern, ein Zuſtand, der zwar von dem fruͤhern durchaus verſchieden Sindeß für die Umſtaͤnde noch erträglich genug war. Die Germanen fuͤhrten uͤberall die Einrichtungen ihres Va terkandes ein. Dort hatten fie in beinahe unbegraͤnzter Freiheit gelebt. Leibeigne und Knechte waren meiſtens erkaufte und im Kriege gefangene Fremde, jeder Deutſche war frei, fuͤhrte die Waffen, und hatte eine Stimme bei den gemeinſamen Berathungen ſeines Stammes; Tapferkeit allein gab eine Auszeichnung, den Adel, der in einer an kriegeriſchen Tugenden reichen Zeit leicht und natuͤrlich erblich werden konnte; aus dem Adel waͤhlte man den Fuͤrſten oder Koͤnig, beſſer An führer, denn nur im Kriege hatte er Macht. Als nun weite Laͤnder wenig zahlreichen Volksſtaͤmmen zur Beute geworden, verfuhr man damit wie mit der un:

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