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Hiſtoriſche Einleitung. 7

bedeutenderen Beute früherer: Kriege. Das Land ward vertheilt, jeder erhielt ſeinen Theil, das Loos(Al­lodium), das ihm nach Stand und Anſehen zukam. als völlig freies Eigenthum, der König den groͤßten Theil. Jeder der Maͤchtigen und Edlen vertheilte eben ſo an die Freien, die ihm gefolgt waren, kleinere Theile ſeines Looſes, und um Ueberſicht und Ordnung zu erhalten, wurden uͤber groͤßere Provinzen Herzöge; über kleinere Grafen geſetzt. Das Loos der uͤberwun­denen Provinzialen, ſo nannte man das Gemiſch von Roͤmern und urſpruͤnglichen Einwohnern der ev: oberten Laͤnder, war nach der Sinnesart der Sieger verſchieden. Theils blieben ſie als Zubehör des Allo­diums Leibeigne des neuen Beſitzers, den ſie von ihrer Arbeit erhielten, theils war das Grundeigenthum ge­theilt, der Sieger nahm hier ein Drittheil, dort die Hälfte des Ganzen, das Uebrige blieb den Provinzia­len, denen man ihre Geſetze und Sitten ließ; doch ſtanden ſie Anfangs tief unter den Germanen. Am mildeſten zeigten ſich die an Ackerbau gewoͤhnten Bur­gunder, nicht ganz ſo mild die roheren Franken, am haͤrteſten war das Loos der von den Weſtgothen Un­terjochten. Den Fuͤrſten umgab im Kriege und Frie den ein Gefolge aus dem Adel, den Edlen ein Ge folge von Freien. Beide wurden ehemals durch Ge­ſchenke, Gaſtmaͤhler und Antheil an der Beute gelockt und feſtgehalten. Jetzt gah der Fuͤrſt dem Edlen, der Edle dem Freien, um ſeine Dienſte zu belohnen oder fie zu erhalten, Grundſtuͤcke, die ihm nur auf Lebens­zeit und gegen Verpflichtung zum Dienſt im Kriege verliehen wurden: dieſe Guͤter hießen daher Lehne,