A
.
* — 282 2
K
.
9 2
Ta d
r.. F r 2 a TEE—— k
— 82 A
28 Frankreich.
ihrer Vaͤter und— fuͤhrte zuerſt den Titel des allerchriſtlichſten Koͤnigs. Ludwig XI. iſt als der Gruͤnder jenes abſcheulichen, willkuͤhrlichen und unterdruͤckenden Regierungsſyſtems anzuſehen, welches von ſeinen Nachfolgern immer hoͤher geſteigert, endlich wohl die Revolution herbeifuͤhren mußte. Sobald die Könige von Frankreich auf dieſe Weiſe zu einer beinahe unumſchraͤnkten Herrſchaft gelangt waren, fingen ſie an, auch auf andere Laͤnder ihre Aufmerkſamkeit zu richten. Die verſchiedenen Staaten von Europa traten nunmehr in haͤufigere Beruͤhrung mit einander, und Anſpruͤche auf oft ent legene Provinzen, Eiferſucht uͤber die wachſende Macht des einen, veranlaßte nunmehr jenes Gewebe von gegenſeitiger Hinterliſt, welches man mit dem Namen der neuern Politik bezeichnet, und welches ſeitdem Buͤndniſſe und Kriege hervorgerufen hat, die zwar oft für die Zeitgenoſſen wichtig und verheerend genug waren, in der Weltgeſchichte aber immer nur einen
ſehr untergeordneten Platz einnehmen. So waren die
zahlreichen Kriege beſchaffen, welche die Regierung Carls VIII. 1483—- 98, Ludwigs XII. 44908-=- 1515, und ſelbſt Franz J. 1515— 4 ausfuͤllten, und meiſtens den Beſitz von Neapel und von Mailand zum Gegenſtande hatten. Unter Franz J. kam noch die Eiferſucht gegen Carl V. von Spanien hinzu, welcher trotz der Bemuͤhungen ſeines Gegners zum Deutſchen Kaiſer erwaͤhlt wurde. Beide Fuͤrſten bes kriegten ſich zeittebens, ohne daß ein bedeutendes Neſultat aus dieſen Kaͤmpfen hervorging; obgleich Franz J. in der Schlacht von Pavia 1525 gefangen

