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Frankreich. 79

uͤbrigen Canaͤle dienen theils zur Belebung des innern Verkehrs, theils zur Bewaͤſſerung des Landes.

An Mineralwaſſern iſt Frankreich ziemlich reich, und einige davon ſind von ausgebreitetem Rufe. Darunter:; die Sauerwaſſer zu Lamotte in Dröme, zu St. Amand im Dep. Norden, zu St. Myon in Puy de Döme und zu Seltz in Niederrhein; die Stahlwaſſer zu Busſang und Contrexeville in Was; gau, zu Cranſac in Aveyron c.; die Salz: und Bitterwaſſer zu Balaruc in Herault und zu Paſſy in Seine; eine große Anzahl Schwefelwaſſer, die beſuchteſten zu Plombieres in Wasgau mit mehre ren Quellen von 32 562 Reaum.; zu Cauterets mit einer Waͤrme von 340, zu Barèges, Bagneres mit 32 Quellen, ſaͤmmtlich in Oberphrenaͤen; zu Aix in Rhonemuͤndung, ſchon den Römern bekannt, zu Chande­ſaigues in Cantal u. ſ. w.

Frankreichs Clima ſtimmt mit dem des mittlern und ſuͤdlichen Deutſchlands überein. Nur die ſuͤdlichen Gegenden vom 450 an haben im Allgemeinen ſanfteres Clima, wie der Oelbaum, die Feige, der Granatapfel und die ſuͤßen Weinſorten beweiſen, welche Producte je doch nicht überall in dieſem ſůdlichen Theile gezogen wer­den koͤnnen. Im Norden jener Graͤnzlinie ſind die Jahreszeiten ganz von Deutſchem Gepraͤge; im Suͤden derſelben iſt Fruͤhling und Herbſt weniger merkbar;

Marſeille hat beinahe nur Sommer und Winter. Oft iſt der Winter in dieſer ſuͤdlichen Strecke heftig bis u Erfrieren nicht nur des Oel, ſondern ſogar des Waͤl­ſchen Nußbaums, und ſelbſt noch zur Zeit des Früh: lings faͤllt Froſt ein. Eine wahre Landplage fuͤr dieſe