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Frankreich. 85

Breyzards, Basken, Italiener, wozu noch einige zerſtreute Iſrqeliten und Zigeuner, fo wie die Cagots kommen. 27

Die Franzoſen, der erſte Volksſtamm und die Mehrheit der Nation, uͤberhaupt 25,209,000 Individuen, ein Gemiſch von Franken, Roͤmern und Galliern, doch der Hauptmaſſe nach als Fran ken Deutſchen Urſprungs. Der eigentliche Franzoſe iſt mehr mittler als langer Statur, mehr hager als feit, doch im Ganzen gut gebaut, der Koͤrper ſtark, dauerhaft, und fuͤr jede Art von Anſtrengung und Uebung geſchaffen. Seine Phyſiognomie iſt einnehmend, wie ſeine Haltung, das Auge feurig, die Farbe der Haut in den noͤrdlichen Provinzen weiß, in den ſuͤdlichen geht ſie in das Gelbbraun des Spaniers und Italieners uͤber, und das Haar wird ſchwaͤrzer und ſtruppiger. Das weibliche Ges ſchlecht, mehr bruͤnet als blond, iſt im Ganzen nicht ſchoͤn, aber intereſſant und meiſtens gebildet und liebenswürdig. Der Character der Franzoſen ſpricht Leben und Feuer aus; das ſanguiniſch-choleriſche Temperament iſt bei weitem das uͤberwiegende bei ihm: feine Tugenden, ſeine Laſter entſpringen mei ſtens aus den warmen Regungen eines Blutes, das in immer wildem Schwunge durch ſeine Adern rollt. Der Franzoſe iſt jovialiſch, munter, und im hohen Grade Enthuſiaſt, aber dabei leichtſinnig, ungeduldig, von dem erſten Eindrucke hingeriſſen und aͤußerſt veraͤnderlich: was er heute vergoͤttert, iſt ihm mor­gen gleichguͤltig und Übermorgen vergeſſen. Nur ſeine immer rege Thaͤthigkeit und ſein Hang zum