118 Frankreich.
1826 eroͤffnet worden; ſie iſt mit 70 Corinthiſchen Saͤulen umgeben, die 30 F. hoch, 3 F. dick find, und auf 8 F. hohen Grundlagen ruhen. Das Ge— baͤude ſelbſt iſt 212 F. lang und 160 F. breit. Sechs: zehn Stufen, welche die ganze Breite an der Weſtſeite entlang gehen, fuͤhren zu einem Saͤulengange. Der eigentliche Böͤrſenſaal, im Mittelpunkt des Ge— baͤudes, empfängt das Licht von oben, iſt 116 F. lang, 76 F. breit, und faßt 2000 Perſonen, ungerechnet 2 von Bogengaͤngen gebildete Galerien, eine über der andern; die Decke des Saales iſt prachtvoll gemalt. Die Boͤrſe wird mit Daͤmpfen geheizt. Ein elegantes Eiſengitter hinter einer doppelten Lindenreihe um: giebt das Gebaͤude, das 8 Mill. Franken gekoſtet hat. Außer den naͤher beſchriebenen findet man noch: das Hötel de Ville, worin die Praͤfectur und Mairie ihren Sitz haben; das Hötel de Soubiſe, worin das Reichsarchiv und die koͤnigl. Buchdrukkerei verei: nigt find; der erzbiſchsfliche Pallaſt neben der Notre Dame; die Militairſchule, jetzt eine Cavallerie⸗aſerne, eins der ſchoͤnſten Gebäude neuerer Zeit; das Arſenal; das Poſthaus u. a..
Man zaͤhlt in Paris 12 katholiſche Pfarr, und 27 Filialkirchen, 4 lutheriſche und 4 reformirte Kir— chen und 5 Synagogen. Darunter die erzbiſchoͤfliche Cathedrale Notre Dame aus dem 42. Jahrh., 320 F. lang, 120 F. breit, mit ihren beiden viereck— ten 200 Fuß hohen Thuͤrmen, 4 Pfeilerreihen, 45 Ka— pellen 130 gemahlten Fenſtern, praͤchtigem Chore und ſehenswuͤrdigen Gemaͤhlden und Denkmaͤlern; die regelmaͤßige Pfarrkirche St. Roche, worin Cor:

