384 Frankreich. Abgaben zahlt, und mit Frankreich bloß in einer gewiſſen Lehns⸗ und Schutzverbindung ſteht. 65. Das Departement der Oſtpyren en (des Pyren6es orientales),
vormals Rouſſillon, liegt zwiſchen 190 28 bis 20°
AT! O. g. und 42° 23 bis 420 57 N. Br., graͤnzt
gegen N. an Aude, im O. an das Mittellaͤndiſche Meer, im S. an Spanien, im W. an Arriege,
und umfaßt 764[] oder 806,013 Aecker, wovon
46,880 Waldung. Die Oberfläche beſteht aus Ber: gen und Thaͤlern, im S. von den himmelanſteigenden Pyrenaͤen umguͤrtet, an den Kuͤſten flach, ſandig und moraſtig. Fluͤſſe: der Tet, Tech, Gly, Aude. Im hohen Sommer ſteigt die Hitze wohl auf 36° und daruber, im Hochgebirge iſt es dagegen kalt
und rauh, und feine Gipfel{ind die Hälfte des Jah
res mit Schnee und Eis bedeckt. Ueber die Pure: naͤen führen 2 Hauptwege nach Spanien, von Montlouis nach Puycerda und von Perpignan über Bel
legarde nach Junqueira; letzterer iſt der bequemſte
und beſfahrenſte. Die Einwohner, ein Gemiſch von Franzoſen, Basken und Spaniern, welche zum Theil ein verdorbenes Spaniſch reden, ſind ſaͤmmtlich Ka—
tholiken. Es kommen auf die JM. 1622 Köpfe.
Der Weinbau iſt ausgebreitet; die jaͤhrliche Produc—tion wird auf 190,000 Oxhofte geſchaͤtzt. Obſt und edle Fruͤchte hat die Provinz im Ueberfluſſe. Der Ackerbau iſt eingeſchraͤnkt, und liefert den Bedarf nicht, obgleich der Landmann wenig Weizen genießt, und ſich faſt allein von Mais, Hirſe und Gaͤrſte

