Frankreich. Mais und Gaͤrſte, nur keinen Hafer, daher denn das Vieh lediglich mit Gaͤrſte gefuttert wird. In­deß lebt auch der gemeine Corſe meiſtens von Kaſta­

nien, und ſiöht ſelten Weizenbrot. Flachs wird in

großer Menge gebaut. Der Wein iſt herrtich, und würde den vorzuͤglichſten Sorten gleich kommen, wenn man den Bau beſſer verſtaͤnde, und bel ber Auf­bewahrung und Zubereitung nicht ſo ſorglos ver fuͤhre. Edle Früchte kommen vortrefflich fort. Der Oelban gibt das noͤthige Oel zum Bedarf; Seldenbau hat man nicht, obgleich viele Maulbeerbaͤume das Lad bedecken. Das Holz iſt ein großer Reicht hum für dieſe Inſel; ihre Waͤlber liefern eben ſo ſchone Eichen und Tannen, als Nordeurspa, und der Letchenbaum erreicht eine Höhe von 100130 F. Die Viehzucht iſt nicht ſonderlich, da die Weiden wenig taugen Schafe hält man indeß in großer Menge; aiich Ze gen, Schweine und Bienen ſind auf Corſica zu Hauſe. Die Fiſcherei geht auf Thunfiſche, Sardellen und Auſtern, und macht eine Hauptbeſchaͤftigung aus dagegen hat man gar keinen Bergbau. Ueberhaupt befinden ſich alle Zweige der Oeconomie noch im Zuſtande der Kindheit, und Kunſtfleiß kennt man gar nicht. Ausfuhr: Wein, edle Fruͤchte auch Ze droöl, eingemachte Pomeranzenſchalen und Eſſenzen, Lorbeerblaͤtter, eingeſalzne Fiſche, Korallen, Auſtern, Haͤmmel, Schiffbauholz, Roſinen, Flachs, freilich meiſt in unbedeutenden Quantitaͤten, indeß iſt die Einfuhr auch geringe, da der mit den Bequemlich keiten des Lebens unbekannte Corſe nur wenig ber darf.. 18