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Dep. oder die Inſel Corſica. 467

wofuͤr ſie einen bedeutenden Gewinn mit nach Haufe nehmen. Man traͤgt einen kurzen Rock, Weſte und Beinklelder von grober Leinwand oder Wollen zeug, welches die Weiber ſelbſt gewebt haben, die aber von einer weiteren Zubereitung der Zeuge durch Walken, Faͤrben u. ſ. w. noch nichts wiſſen, ſelbſt vom Bleichen nicht. Zur Bedeckung des Kopfes dient den Maͤnnern eine ſchwarze mit rothem Fries gefuͤtterte Muͤtze, welche nach allen Seiten zu auf­geſchlagen iſt; die Weiber tragen eine Kappe von Ziegenhaaren, ſalben ihre Haare mit Oel, gehen meiſt barfuß, und ihr einziges Roͤckchen vertritt oft noch zugleich die Stelle des Hemdes. Der Corſe bedarf keines Maurers, keines Zimmermannes, keines Tiſch lers und Drechslers, indem er ſich alles ſelbſt ſchafft, oder durch ſeine Weiber bereiten laͤßt. Seine Hüfte iſt meiſtens ohne Fenſter und Schornſtein. Um daß Feuer, welches in der Mitte derſelben brennt, ver­

ſammelt ſich die Familie, oben in der Hoͤhe werden

die Kaſtanien getrocknet und Fleiſch geraͤuchert. Man ſchlaͤft des Nachts ganz nackt. Kann der Corſe eine Muskete tragen, fo empfängt er ſie. Alle find vortrefliche Schuͤtzen, und ziehen mit Freuden in den Krieg. Die Kriegsmuſik wird mit einer See: muſchel gemacht, die einen dumpfen Schall gibt. Der Ackerbau iſt zwar allenthalben vernachlaͤſſigt, und wird auf die einfachſte Art betrieben, liefert aber doch trotz des wenigen artbaren Bodens, und trotz dem, daß man ſo wenig duͤngt, als egget und walzt, ſondern nur den Boden ein wenig aufreißt und den Samen unterpfluͤgt, hinreichenden Weizen

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