26 Rußland.

Fluren, durch die blutigen Schlachten und durch zer ſtoͤrende Krankhelten einen bedeutenden Verluſt er litten; es hatte aber auch ſeine Kraͤfte kennen ges lernt; es war dem Weſten und Suͤden Europa's furchts bar geworden, und hatte ſich nicht nur durch die Er­werbung des Herzogth. Warſchau, welches 1815 als Königreich Polen feinem unermeßlichen Laͤnderbezirke einverleibt wurde, gegen Weſten zu verſtaͤrkt und bes feſtigt, ſondern auch eine bedeutende Stimme im Reichsrathe Europa's erworben. Dieſe Stimme hat es, beſonders auf dem Wiener Congreſſe und auf dem Warſchauer Reichstage, nach liberalen Grundſaͤtzen, dann fuͤr Frankreich bei der Vollziehung des Vertrags vom 20. Nov. 1815, und 1818 auf dem Congreſſe zu Aachen durch die feierliche Anerkennung des Voͤl kerrechts in den Grundſaͤtzen der Staatskunſt, ins beſondere aber durch die Stiftung der heiligen Alltanz geltend zu machen gewußt.

Waͤhrend jenes Kampfes mit Napoleon endigte Rußland ſeine Kriege mit der Pforte und mit Per ſien: jenen durch den Frieden von Bukareſcht, 23. Mai 1812, in welchem es die Moldau bis an den Pruth, Beſſarabien und die Hauptniederungen der Donau(850 JM. mit den Feſtungen Chotin, Bender, Akierman, Kilig und Ismail) erhielt; die: ſen durch den Frieden von Tiflis 1813, der ihm, nachdem ſchon 1801 Gruſinien mit Rußland verei­nigt worden war, alle Länder weſtlich vom Kaspiſchen Meere zwiſchen dem Kur und Aras, an der Oſtkuͤſte aber bis an den Golf von Balkan, nebſt der ausſchlie= zenden Schifffahrt auf dem Kaspiſchen Meere gab.

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