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L Aeltere Geſchichte.
Mit dem gemeinſchaftlichen Namen Seythen, Sarmaten, umfaßte man eine Menge Nomadiſcher Stämme, welche bis an die Roͤmiſchen Graͤnzen reichten, und ſchon vor Cyrus die damals gebildete Welt, vorzüglich Vorderaſien, heunruhigten. Sie bewohnten die von Herodot beſchriebenen Gegenden zwiſchen dem Don und Dnepr. Strabo und Tacitus nennen hier die Roxolanen ein Sarmatiſches Volk. Die Griechen legten daſelbſt Handelscolonien an. Im 2. Jahrh. n. Chr. zogen von der Oſtſee hier in die Gegenden vom Don bis an die Donau die Gothen. Seit dem 5. Jahrh. draͤngten ſich hier Hordenzuͤge der Alanen, Hunnen, Avaren und Bulgaren. Die Slaven, ein Sarmatiſches Volk, zogen hierauf mehr nach W. und N.; die Chazaren, von den Avaren gedrängt, kamen im 6. Jahrh. in die Laͤnder zwiſchen der Wolga und dem Don, rückten nach und nach bis an die Donau, eroberten die Krim und ſtanden dadurch mit den Byzantinern in genauer Verbindung(die Kaiſerinn Irene war eine Chazariſche Prinzeſſinn). Die Petſchenegen, Stamm—
verwandte der Chazaren, ſaßen am Kaſpiſchen Meere,
gingen weſtlich, drängten die Ungarn nach Panno— nien, waͤhrend ſie die Gegenden zwiſchen dem Don und der Aluta behaupteten. Im noͤrdl. Rußland wohnten! die Tſchuden(Finnen und Eſthen) Finniſche Voͤlker. Alle dieſe Stämme führten ein nomadi— ſches Hirten; oder Jaͤgerleben; nur ſpaͤter gelangten einige derſelben dadurch, daß fie in ehemalige Nö: miſche Provinzen ruͤckten, oder mit den Byzantinern 15

